Gastaufnahmebedingungen

GASTAUFNAHMEBEDINGUNGEN
DES GASTGEBERS
HAUS BURGER, FISCHEN
1.Vertragsschluss
1.1. Für alle Buchungsarten gilt:
a) Grundlage des Angebots des Gastgebers und der Buchung
des Gastes sind die Beschreibung der Unterkunft und die ergänzenden Informationen in der Buchungsgrundlage (z.B. Klassifizierungserläuterungen) soweit diese dem Gast bei der Buchung vorliegen.
b) Es wird darauf hingewiesen, dass nach den gesetzlichen Vorschriften (§ 312g Abs. 2 Satz 1 Ziff. 9 BGB) bei Beherbergungsverträgen, die im Fernabsatz (Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-Mails, über Mobilfunkdienst versendete Nachrichten
(SMS) sowie Rundfunk und Telemedien) abgeschlossen wurden,
kein Widerrufsrecht besteht sondern lediglich die gesetzlichen
Regelungen über die Nichtinanspruchnahme von Mietleistungen (§
537 BGB) gelten (siehe hierzu auch Ziff. 4 dieser Gastaufnahmebedingungen). Ein Widerrufsrecht besteht jedoch, wenn der Beherbergungsvertrag außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen
worden ist, es sei denn, die mündlichen Verhandlungen, auf denen
der Vertragsschluss beruht, sind auf vorhergehende Bestellung des
Verbrauchers geführt worden; im letztgenannten Fall besteht ein
Widerrufsrecht ebenfalls nicht.
1.2. Für die Buchung, die mündlich, telefonisch, schriftlich, per
E-Mail oder per Telefax erfolgt, gilt:
a) Mit der Buchung bietet der Gast dem Gastgeber den Abschluss
des Gastaufnahmevertrages verbindlich an.
b) Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Annahmeerklärung des
Gastgebers (Buchungsbestätigung) beim Gast zustande, die keiner
Form bedarf, mit der Folge, dass auch mündliche und telefonische Bestätigungen für den Gast und den Gastgeber rechtsverbindlich sind. Im Regelfall wird der Gastgeber zusätzlich eine
schriftliche Ausfertigung der Buchungsbestätigung an den Gast
übermitteln. Mündliche oder telefonische Buchungen des Gastes
führen bei entsprechender verbindlicher mündlicher oder telefonischer Bestätigung jedoch auch dann zum verbindlichen Vertragsabschluss, wenn die entsprechende schriftliche Ausfertigung der Buchungsbestätigung dem Gast nicht zugeht.
c) Unterbreitet der Gastgeber auf Wunsch des Gastes oder eines
Auftraggebers ein spezielles Angebot, so liegt darin, abweichend
von den vorstehenden Regelungen, ein verbindliches Vertragsangebot des Gastgebers an den Gast, soweit es sich hierbei nicht um eine unverbindliche Auskunft über verfügbare Unterkünfte und Preise handelt. In diesen Fällen kommt der Vertrag,
ohne dass es einer entsprechenden Rückbestätigung durch den
Gastgeber bedarf, zu Stande, wenn der Gast dieses Angebot innerhalb der im Angebot genannten Frist ohne Einschränkungen, Änderungen oder Erweiterungen durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung, Restzahlung oder Inanspruchnahme der Unterkunft annimmt.
1.3. Bei Buchungen, die im Internet erfolgen, gilt für den Vertragsabschluss:
a) Mit Betätigung des Buttons (der Schaltfläche) „Zahlungspflichtig buchen“ bietet der Gast dem Gastgeber den Abschluss des
Gastaufnahmevertrages verbindlich an. Dem Gast wird der Eingang seiner Buchung unverzüglich auf elektronischem Weg bestä-
tigt.
b) Die Übermittlung des Vertragsangebots durch Betätigung des
Buttons „Zahlungspflichtig buchen“ begründet keinen Anspruch
des Gastes auf das Zustandekommen eines Gastaufnahmevertrages entsprechend seiner Buchungsangaben.
c) Der Vertrag kommt durch den Zugang der Buchungsbestätigung des Gastgebers als dessen Vermittler beim Gast zu Stande.
1.4. Erfolgt die Buchungsbestätigung sofort nach Vornahme der
Buchung des Gastes durch Betätigung des Buttons „Zahlungspflichtig buchen“ und entsprechende Darstellung der Buchungsbestätigung am Bildschirm (Buchung in Echtzeit), so kommt der
Gastaufnahmevertrag mit Zugang und Darstellung dieser Buchungsbestätigung beim Gast am Bildschirm zu Stande, ohne dass
es einer Zwischenmitteilung über den Eingang seiner Buchung bedarf. Die Verbindlichkeit des Gastaufnahmevertrages ist nicht davon abhängig, ob der Gast eine Möglichkeit zur Speicherung oder
zum Ausdruck der Buchungsbestätigung erhält. Im Regelfall wird
der Gastgeber dem Gast eine Ausfertigung der Buchungsbestätigung per E-Mail bzw. PDF-Anhang übermitteln. Der Zugang einer
solchen übermittelten Buchungsbestätigung ist jedoch gleichfalls
nicht Voraussetzung für die Rechtsverbindlichkeit des Gastaufnahmevertrages.
2.Preise und Leistungen
2.1. Die in der Buchungsgrundlage (Gastgeberverzeichnis, Angebot
des Gastgebers, Internet) angegebenen Preise sind Endpreise und
schließen die gesetzliche Mehrwertsteuer und alle Nebenkosten
ein, soweit bezüglich der Nebenkosten nichts anders angegeben
ist. Gesondert anfallen und ausgewiesen sein können Kurbeitrag
sowie Entgelte für verbrauchsabhängig abgerechnete Leistungen
(z.B. Strom, Gas, Wasser, Kaminholz) und für Wahl- und Zusatzleistungen, die erst vor Ort gebucht oder in Anspruch genommen
werden.
2.2. Die vom Gastgeber geschuldeten Leistungen ergeben sich ausschließlich aus dem Inhalt der Buchungsbestätigung, den Angaben
zur Unterkunft und den Leistungen des Gastgebers in der Buchungsgrundlage sowie aus etwa ergänzend mit dem Gast ausdrücklich getroffenen Vereinbarungen. Dem Gast wird empfohlen,
ergänzende Vereinbarungen in Textform zu treffen.
3.Zahlung
3.1. Die Fälligkeit von Anzahlung und Restzahlung richtet sich nach
der mit dem Gast getroffenen und in der Buchungsbestätigung vermerkten Regelung. Ist eine besondere Vereinbarung nicht getroffen worden, so ist der gesamte Unterkunftspreis einschließlich der
Entgelte für Nebenkosten und Zusatzleistungen zum Aufenthaltsende zahlungsfällig und an den Gastgeber zu bezahlen.
3.2. Der Gastgeber kann nach Vertragsabschluss eine Anzahlung
von bis zu 20% des Gesamtpreises der Unterkunftsleistungen und
gebuchter Zusatzleistungen verlangen, soweit im Einzelfall zur
Höhe der Anzahlung nichts anderes vereinbart ist.
3.3. Der Gastgeber kann bei Aufenthalten von mehr als 1 Woche
nach deren Ablauf die Vergütung für zurückliegende Aufenthaltstage sowie für Zusatzleistungen (z.B. im Unterkunftspreis nicht
enthaltene Verpflegungsleistungen, Entnahmen aus der Minibar)
abrechnen und zahlungsfällig stellen.
3.4. Zahlungen in Fremdwährungen und mit Verrechnungsscheck
sind nicht möglich. Kreditkartenzahlungen sind nur möglich, wenn
dies vereinbart oder vom Gastgeber allgemein durch Aushang angeboten wird. Zahlungen am Aufenthaltsende sind nicht durch
Überweisung möglich.
3.5. Erfolgt durch den Gast eine vereinbarte Anzahlung trotz Mahnung des Gastgebers mit angemessener Fristsetzung nicht oder
nicht vollständig, so ist der Gastgeber, soweit er selbst zur Erbringung der vertraglichen Leistungen bereit und in der Lage ist und
soweit kein gesetzliches oder vertragliches Aufrechnungs- oder Zurückbehaltungsrecht des Gastes besteht, berechtigt, vom Vertrag
mit dem Gast zurückzutreten und von diesem Rücktrittskosten gemäß Ziff. 4 dieser Bedingungen zu fordern, wenn der Gast den
Zahlungsverzug zu vertreten hat.
4.Rücktritt und Nichtanreise
4.1. Im Falle des Rücktritts oder der Nichtanreise bleibt der Anspruch des Gastgebers auf Bezahlung des vereinbarten Aufenthaltspreises einschließlich des Verpflegungsanteils und der Entgelte für Zusatzleistungen, bestehen.
4.2. Der Gastgeber hat sich im Rahmen seines gewöhnlichen Ge
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schäftsbetriebes, ohne Verpflichtung zu besonderen Anstrengungen und unter Berücksichtigung des besonderen Charakters der
gebuchten Unterkunft (z.B. Nichtraucherzimmer, Familienzimmer)
um eine anderweitige Verwendung der Unterkunft zu bemühen.
4.3. Soweit dem Gastgeber für den vom Gast gebuchten Zeitraum
eine anderweitige Belegung möglich ist, wird er sich auf seinen Anspruch nach Ziffer 4.1. die Einnahmen aus einer solchen anderweitigen Belegung, soweit eine solche nicht möglich ist, ersparte Aufwendungen anrechnen lassen.
4.4. Nach den von der Rechtsprechung anerkannten Prozentsätzen
für die Bemessung ersparter Aufwendungen, hat der Gast an den
Gastgeber die folgenden Beträge zu bezahlen, jeweils bezogen auf
den gesamten Preis der Unterkunftsleistungen (einschließlich aller
Nebenkosten), jedoch ohne Berücksichtigung von Kurbeiträgen:

Bei Ferienwohnungen/Unterkünften
ohne Verpflegung
90%

 Bei Übernachtung/Frühstück 80%
 Bei Halbpension 70%
 Bei Vollpension 60%
4.5. Dem Gast bleibt es ausdrücklich vorbehalten, dem Gastgeber
nachzuweisen, dass seine ersparten Aufwendungen wesentlich hö-
her sind, als die vorstehend berücksichtigten Abzüge, bzw. dass
eine anderweitige Verwendung der Unterkunftsleistungen oder
sonstigen Leistungen stattgefunden hat. Im Falle eines solchen
Nachweises ist der Gast nur verpflichtet, den entsprechend geringeren Betrag zu bezahlen.
4.6. Der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung
wird dem Gast dringend empfohlen.
4.7. Die Rücktrittserklärung ist bei allen Buchungen direkt an den
Gastgeber zu richten und sollte im Interesse des Gastes in Textform erfolgen.
5.An- und Abreise
5.1. Die Anreise des Gastes hat zum vereinbarten Zeitpunkt, ohne
besondere Vereinbarung spätestens bis 18:00 Uhr zu erfolgen.
5.2. Für spätere Anreisen gilt:
a) Der Gast ist verpflichtet, dem Gastgeber spätestens bis zum vereinbarten Anreisezeitpunkt Mitteilung zu machen, falls er verspätet
anreist oder die gebuchte Unterkunft bei mehrtägigen Aufenthalten
erst an einem Folgetag beziehen will.
b) Erfolgt eine fristgerechte Mitteilung nicht, ist der Gastgeber berechtigt, die Unterkunft anderweitig zu belegen. Für die Zeit der
Nichtbelegung gelten die Bestimmungen in Ziff. 4 entsprechend.
c) Teilt der Gast eine spätere Ankunft mit, hat er die vereinbarte
Vergütung, abzüglich ersparter Aufwendungen des Gastgebers
nach Ziff. 4.4 und 4.5 auch für die nicht in Anspruch genommene
Belegungszeit zu bezahlen, es sei denn, der Gastgeber hat vertraglich oder gesetzlich für die Gründe der späteren Belegung einzustehen.
5.3. Die Freimachung der Unterkunft des Gastes hat zum vereinbarten Zeitpunkt, ohne besondere Vereinbarung spätestens bis
11:00 Uhr des Abreisetages zu erfolgen. Bei nicht fristgemäßer
Räumung der Unterkunft kann der Gastgeber eine entsprechende
Mehrvergütung verlangen. Die Geltendmachung eines weitergehenden Schadens bleibt dem Gastgeber vorbehalten.
6.Pflichten des Gastes; Kündigung durch den Gast oder den
Gastgeber
6.1. Der Gast ist verpflichtet, die Unterkunft und ihre Einrichtungen
sowie alle Einrichtungen des Gastgebers nur bestimmungsgemäß,
soweit (wie z.B. bei Schwimmbad und Sauna) vorhanden nach den
Benutzungsordnungen und insgesamt pfleglich zu behandeln.
6.2. Der Gast ist verpflichtet, eine Hausordnung oder Hofordnung,
die ihm bekannt gegeben wurde oder für die aufgrund entsprechender Hinweise eine zumutbare Möglichkeit der Kenntnisnahme
bestand, zu beachten.
6.3. Der Gast ist verpflichtet, die Unterkunft und deren Einrichtungen beim Bezug zu überprüfen und feststellbare Mängel oder Schä-
den dem Gastgeber unverzüglich mitzuteilen.
6.4. Der Gast ist verpflichtet, auftretende Mängel und Störungen
unverzüglich dem Gastgeber anzuzeigen und Abhilfe zu verlangen.
Eine Mängelanzeige, die nur gegenüber der örtlichen Gästeinformation erfolgt, ist nicht ausreichend. Unterbleibt die Mängelanzeige schuldhaft, können Ansprüche des Gastes an den Gastgeber
ganz oder teilweise entfallen.
6.5. Der Gast kann den Vertrag nur bei erheblichen Mängeln oder
Störungen kündigen. Er hat zuvor dem Gastgeber im Rahmen der
Mängelanzeige eine angemessene Frist zur Abhilfe zu setzen, es
sei denn, dass die Abhilfe unmöglich ist, vom Gastgeber verweigert
wird oder die sofortige Kündigung durch ein besonderes, dem
Gastgeber erkennbares Interesse des Gastes sachlich gerechtfertigt ist oder aus solchen Gründen dem Gast die Fortsetzung des
Aufenthalts objektiv unzumutbar ist.
7.Haftungsbeschränkung
7.1. Der Gastgeber haftet unbeschränkt, soweit
 der Schaden aus der Verletzung einer wesentlichen Pflicht resultiert, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des
Vertrages überhaupt erst ermöglicht oder deren Verletzung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet
 der Schaden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder
der Gesundheit resultiert.
Im Übrigen ist die Haftung des Gastgebers beschränkt auf Schä-
den, die durch den Gastgeber oder dessen Erfüllungsgehilfen vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden.
7.2. Die eventuelle Gastwirtshaftung des Gastgebers für eingebrachte Sachen gemäß §§ 701 ff. BGB bleibt durch diese Regelung
unberührt.
7.3. Der Gastgeber haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die während des Aufenthalts für den
Gast/Auftraggeber erkennbar als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen usw.). Entsprechendes gilt für Fremdleistungen, die bereits
zusammen mit der Buchung der Unterkunft vermittelt werden, soweit diese in der Ausschreibung der Buchungsbestätigung ausdrücklich als Fremdleistungen gekennzeichnet sind.
8. Alternative Streitbeilegung; Rechtswahl und Gerichtsstand
8.1. Im Hinblick auf das Gesetz über Verbraucherstreitbeilegung
wird darauf hingewiesen, dass der Gastgeber nicht an einer freiwilligen Verbraucherstreitbeilegung teilnimmt, soweit in Printmedien oder Internetauftritten der Gastgeber nichts anderes angegeben ist. Sofern die Teilnahme an einer Einrichtung zur Verbraucherstreitbeilegung nach Drucklegung dieser Gastaufnahmebedingungen für den Gastgeber verpflichtend würde, wird der Gast
hierüber in geeigneter Form informiert. Für alle Gastaufnahmeverträge, die im elektronischen Rechtsverkehr geschlossen werden,
wird auf die europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform
https://ec.europa.eu/consumers/odr/ hingewiesen.
8.2. Auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Gast und dem Gastgeber findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung. Entsprechendes gilt für das sonstige Rechtsverhältnis.
8.3. Der Gast kann den Gastgeber nur an dessen Sitz verklagen.
8.4. Für Klagen des Gastgebers gegen den Gast ist der Wohnsitz
des Gastes maßgebend. Für Klagen gegen Gäste, die Kaufleute,
juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder
Personen sind, die Ihren Wohn-/Geschäftssitz oder gewöhnlichen
Aufenthaltsort im Ausland haben, oder deren Wohn-/Geschäftssitz
oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung
nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Gastgebers
vereinbart.
8.5. Die vorstehenden Bestimmungen gelten nicht, wenn und insoweit auf den Vertrag anwendbare, nicht abdingbare Bestimmungen
der Europäischen Union oder andere internationale Bestimmungen
anwendbar sind.
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